Milas Hase lebt im Himmel
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Jemand stirbt...und dann?
Wo ist die Oma jetzt?
Träumt mein Hase jetzt immer vom Futter?
Was heißt beerdigen eigentlich wirklich?
Mila ist ein kleines sehr wißbegieriges Mädchen, das unbefangen und ohne jegliche Vorbelastung ihre Fragen und Gedanken ausspricht.
In dieser, ihrer ersten Geschichte, geht es um den Tod. Drei wesentliche Themen werden in dem Stück angesprochen: Was kommt nach dem Tod? Wie wichtig sind Erinnerungen an einen geliebten Menschen und was ist der Sinn einer Beerdigung.

Zuerst stirbt eine dicke fette Fliege. Die tote Fliege bringt Mila dazu nachzufragen, sich Gedanken zu machen. Was ist das: Tot? Und was ist danach? Wie fühlt es sich an? Was passiert mit dem Körper und wo sind die Gedanken hin?
Vor ein paar Wochen ist Frau Gerda, die Nachbarin, gestorben. Sie war schon fast 100 Jahre alt. Mila erinnert sich an die alte Dame, an den leckeren Käsekuchen, den seltsamen Geruch in ihrer Wohnung und wie sie ihr das mogeln beim Kartenspielen beigebracht hat. Außerdem erinnert sie sich, wie Frau Gerda viele lustige Geschichten von ihrem schon verstorbenen Mann erzählt hat. Mila behält all diese Dinge in Erinnerung und hängt ein Foto von der Nachbarin in ihrem Kinderzimmer auf.
Und dann stirbt Milas Hase. Mila ist traurig – auch das gehört dazu. Mila beschließt eine ganz besondere Beerdigung zu organisieren. Sie stibitz die schönste Schmuckschatulle der Mutter, pflügt die schönsten Blumen vom Balkon und dichtet, gemeinsam mit der Mutter, die schönsten Abschiedsreime für das Tier.

Dieses Theaterstück soll nicht betrübt machen oder alle Zuschauer zum weinen bringen. Es soll anregen, über dieses Thema zu sprechen, Fragen zu stellen, Antworten zu suchen. Denn der Tod gehört zum Leben dazu und wird in unserer Gesellschaft mehr und mehr zum Tabuthema. Früher, als noch mehrere Generationen unter einem Dach lebten, war man der Geburt und dem Sterben viel näher, heute werden die meisten Kinder im Krankenhaus geboren und die meisten Menschen sterben im Altersheim, Krankenhaus oder Hospiz. Kinder begreifen irgendwann, daß die meisten Dinge endlich sind. Ich möchte mit meinem Stück Kindern und Erwachsenen Mut machen, über all das zu reden und viele Fragen zu stellen.
Konzept, Buch und Regie: Sasha Halm
Spiel: Saskia Thomas Mohn
Puppe: Katja Kriegenburg
Musik: Julia de Boor
Bühne: Jan Rösch + Sasha Halm
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Bühnenanforderung:
mindestens 4m tief x 5m breit
Bühnenlicht sollte vor Ort sein
Stücklänge: ca 40 Minuten
+ 10 Minuten Kontakt mit den Kindern
Aufbau ca 1 1/2 Stunde
Abbau ca 1 Stunde